Interaktive Tipp-Ex Kampagne rüttelt Social-Media-Networks auf
Mit der Tipp-Ex Kampagne hat die französische Agentur Buzzmann ins Schwarze getroffen / „den Bär abgeschossen“. Was als ziemlich unspektakulärer Youtube-Film beginnt, in welchem ein Camper von einem Bär angegeriffen wird, überrascht mit einer äusserst witzigen Wende. Der Film ist zu Ende, nun kommt der Zuschauer zum Zug: „Schiessen“ oder „nicht schiessen“…
Jedenfalls wird die Kampagne in den einschlägigen Social-Media-Networks schon jetzt als grosser Anwärter auf einen Cannes-Löwen gehandelt.
AdWords sind zu teuer! Da machen wir nicht mehr mit.
Da Unternehmen vermehrt AdWords Kampagnen einsetzen, treiben sie durch die Nachfrage die auktionsbasierten Klickkosten (CPC) in die Höhe. Und schon sind erste Klagen über zu hohe Klickkosten zu hören. Doch sind diese erst berechtigt, wenn der Break Even der Kampagne, trotz des Ausreizens der CPC Optimierungsmöglichkeiten nicht mehr erreicht wird.
Der CPC für AdWords ist unbestritten in die Höhe geklettert. Allerdings ist der CPC eine relative Grösse. Wer den CPC isoliert betrachtet, um Kampagnen Entscheide zu fällen, liegt falsch. Der maximale CPC für ein Keyword wird durch den zu erreichenden CPL (Cost per Lead) bzw. CPO (Cost per Order) definiert. Zudem ist der CPC seit der Einführung des Google Quality Score auch eine individuelle Grösse. Preisvergleiche mit den Mitbewerbern sind somit nicht möglich, die Preisentwicklung lässt sich lediglich für die eigene Kampagne messen.
CPC Einflussgrössen Quality Score und CTR
Wer der Meinung ist, der CPC seiner Keywords sei zu hoch, muss sicher sein, dass die Keywords seiner Kampagne einen Quality Score von 7/10 und mehr erreichen. Liegt dieser tiefer, steigen die Kosten nur schon, weil Google einen höheren CPC verlangt. Der Quality Score wird im Wesentlichen durch die Qualität der Landingpage, insbesondere durch deren Inhalt und Ladezeit beeinflusst. Die Klickrate (CTR) hat auch einen Einfluss auf den Klickpreis. Je höher die CTR desto tiefer der CPC. Die CTR wird durch die Anzeigenposition sowie den Anzeigentext beeinflusst.
Nischen Keywords sind günstiger
Zu hohe Klickkosten lassen sich auch durch das Ausweichen auf Long Tail Keywords vermeiden. Gewöhnlich wird um die populären, generischen und teuren Fat Head Keywords gebuhlt. Wer seine Kampagne auf den Long Tail und somit auf Nischen Keywords ausrichtet, profitiert von qualifizierteren Besuchern und tieferen Klickkosten.
Qualität der Landingpage
Der Fokus auf einen attraktiven CPC garantiert noch keinen ROI der Kampagne. Für den ROI ist die Conversion Rate auf der Landingpage ausschlaggebend. Je besser diese auf die Besucherbedürfnisse abgestimmt ist, desto besser wird die Conversion.
AdWords sind, richtig eingesetzt, nach wie vor ein attraktives und effizientes Online Marketing Instrument. Die härtere Konkurrenz sowie steigende Klickkosten verlangen sowohl das Beobachten und Optimieren des Quality Scores und der Klickrate (CTR) als auch die Betreuung der Landingpages. Wer ins Gejammer um die hohen AdWords Klickkosten einstimmt, sollte sich sicher sein, dass er die Optimierungsmöglichkeiten ausreichend ausgeschöpft hat.
Imre Sinka
dotpulse Webagentur
info(at)dotpulse.ch
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